Die 1957 lancierte 3500 GT ist das erste in Serie gebaute Maserati-Modell: Nach dem WM-Titel von Fangio und dem offiziellen Rückzug aus der Formel 1 sollte sie das finanzielle Überleben der Marke sichern. Das von Giovanni Michelotti für die Carrozzeria Vignale entworfene Cabriolet debütierte am Turiner Salon 1959 auf einem um 10 cm verkürzten Chassis, mit Karosserie aus Stahl und Motorhaube/Kofferraumdeckel aus Aluminium. Zwischen Ende 1959 und Anfang 1964 wurden nur rund 242 Spyder produziert.
Ab 1961 tauschte der 3,5-Liter-Sechszylinder mit Doppelzündung seine drei Weber-Vergaser gegen die mechanische Lucas-Einspritzung — daher die Bezeichnung GTI — und die Leistung stieg auf 235 PS, unterstützt vom ZF-Fünfganggetriebe und den Scheibenbremsen. Selten und elegant, nimmt der Spyder Vignale heute einen besonderen Rang in der Sammlerszene ein: Die jüngsten Transaktionen bewegen sich typischerweise zwischen 500'000 und 770'000 Dollar, weit über den Touring-Coupés, mit einem klaren Aufpreis für dokumentierte Exemplare.