Im August 2010 am Automobilsalon Moskau vorgestellt, ist die 911 GT2 RS (997) die radikalste aller 997. Ihr biturboaufgeladener Sechszylinder-Boxer mit 3,6 Litern Hubraum, gespeist aus den Erfahrungen des GT1, entwickelt 620 PS, die über ein manuelles Sechsganggetriebe ausschliesslich an die Hinterräder übertragen werden. Gegenüber der GT2 um mehr als 70 Kilogramm erleichtert, mit einer Motorhaube aus Carbon, Zentralmutterfelgen und Fahrwerkskomponenten aus Aluminium ausgestattet, weist sie ein Leistungsgewicht auf, das einer echten Rennmaschine würdig ist.
Mit einer Auflage von lediglich 500 Exemplaren trägt die GT2 RS 997 den Beinamen «widowmaker»: Kolossale Leistung, reiner Hinterradantrieb und auf ein Minimum reduzierte elektronische Fahrhilfen verlangen einen versierten Piloten. Im Jahr 2010 absolviert sie eine Runde auf dem Nürburgring in 7 min 18 – damals Rekord für einen Porsche-Strassenwagen. Zum begehrten Sammlerstück avanciert, hat ihr Marktwert den ursprünglichen Verkaufspreis längst weit übertroffen. Sie verkörpert den Höhepunkt des 911 Turbo der 997-Ära, so brutal wie faszinierend zu bändigen.